Auf dem tiefen Platz in Forchheim spielte sich das Geschehen in der ersten Hälfte vornehmlich im Mittelfeld ab. Die Hufgard-Kicker realisierten die Vorgabe ihres Trainers: »Diszipliniert stehen und hellwach sein« und machten so dem Aufstiegsfavoriten das Leben von Beginn an schwer. Erst nach 23 Minuten kamen die Platzherren zur ersten Möglichkeit, aber Haibachs Torsteher Christian Kühn schnappte Goalgetter Jäckel den Ball vom Fuß. Wenig später rettete Julian Fersch vor der Linie gegen den gleichen Akteur.
Damit war es aber mit der Herrlichkeit der Jahn-Elf bis zur Pause auch schon vorbei. Haibachs Christian März scheiterte aus 16 Metern nur ganz knapp. Die spielerisch nicht immer überzeugenden Platzherren versuchten es immer meistens mit hohen Bällen, die aber keine Gefahr im Strafraum der Grün-Weißen verursachten. Das torlose Remis nach 45 Minuten entsprach dem ausgeglichenen Spielverlauf.
Trainer Hufgard beschwor in der Kabine seine Männer: »Wir kriegen noch unsere Chancen.« Er sollte Recht behalten. In der 76. Minute kam der große Auftritt von Damien Letellier. In »typischer Jaques-Manier« überrannte der französische Liebling der Haibacher Fans von der Mittellinie aus alles, was sich ihm in den Weg stellte. Vom Innenpfosten sprang der Schuss aus sechs Metern unhaltbar ins Forchheimer Netz.
Die Truppe von Trainer Hutzler hatte sich von diesem Schrecken noch nicht erholt, da klingelte es zum zweiten Mal im Jahn-Heiligtum. Nach einem Eckball von Marco Trapp konnte Abwehrhero Dominik Müller, der am langen Pfosten seine Chance witterte, einnetzen.
Ein Sieg der Balltreter vom Hohen Kreuz rückte näher, aber noch war eine Viertelstunde zu spielen. Forchheim versuchte alles, aber die Deckungsarbeit der gesamten Alemannen-Mannschaft verdiente an diesem Tag die Note eins. Jäckel vergeigte zudem eine dicke Möglichkeit.
Auf der Gegenseite sahen die Haibacher einen Kopfballversuch von Christoph Schneider schon im Tor, aber der einheimische Torwart Beck reagierte super. Dann zeigte der Unparteiische noch zwei Minuten Nachspielzeit an. Dotterweich nutzte einen Eckball zum Anschluss, es war die letzte Aktion der Gastgeber.
Fazit:Die disziplinierte Arbeit aller Spieler war besonders hervorzuheben. Sie wollten heute zeigen, dass sie mit den Besten der Liga mithalten können. Da agierte einer für den anderen und jeder kämpfte bis zum Umfallen. Jetzt heißt es am kommenden Samstag den Schwung mitzunehmen mit einem Heimsieg gegen den ASV Neumarkt die aktuell gute Form zu unterstreichen!
Haibach: Kühn, Demircan, Fersch, Müller, März, Trapp (90. Stadtmüller), Sänger, Letellier, Schüßler, Schneider, Grundler (63. Cimen).
Tore: 0:1 Letellier (68.), 0:2 Müller (71.), 1:2 Neudecker (90.+1).
Zuschauer: 435
Schiedsrichter: Freund (Perlesreut).